Eigentlich waren Michi und seine Crew vom Team Fritze Tuning Lietz Sport gut gelaunt und optimistisch zum Schleizer Dreieck nach Thüringen gereist. Dort fand am vergangenen Wochenende nach einer vierwöchigen Sommerpause die sechste von insgesamt acht Veranstaltungen zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2011 statt. Am Sonntagabend war die Laune des Superbike-Piloten nach zwei verpatzten Rennen im Keller. Der BMW-Pilot musste ohne Punktegewinn die Heimreise antreten.
Michi ist kein großer Fan des Schleizer Rundkurses, wo ansonsten der öffentliche Straßenverkehr unterwegs ist. «Es ist alles ein bisschen eng hier», schilderte er im Vorfeld. «Ich ziehe permanente Rennstrecken vor. Und mit dem Superbike ist es hier noch extremer zu fahren, als im Vorjahr mit dem Supersport-Motorrad der Fall war.» Nach dem ersten Zeittraining war er noch auf der Suche nach Grip am Hinterrad und konzentrierte sich im Abschlusstraining auf die Verfeinerung seiner Rennperformance. Startplatz 8 sprang am Ende dabei heraus. «Die Situation in Sachen Grip ist besser geworden, doch durch die vielen schnellen Richtungswechsel ist der Kurs sehr anstrengend.»
Am Sonntag mussten die Piloten der IDM Superbike auf regennasser Strecke in das erste Rennen gehen. Am Freitag hatte Michi bereits ein Regentraining absolviert und kam mit den schwierigen Streckenbedingungen gut zurecht. Für das Rennen wählte er vorne einen Regen- und hinten einen Intermediate-Reifen. «Der Grip war im Regen ganz gut», meinte er nach dem Training. «Lediglich in der Schikane war es für meine Begriffe etwas rutschig.» Die Reifenwahl war für das erste Rennen optimal. Viel Glück brachte sie Michi aber nicht. Bei einem Sturz in Runde sieben blieb er abgesehen von einer schmerzhaften Prellung an der Hand von größeren Blessuren verschont. Damit machte sich der BWM-Pilot am Nachmittag dann auf ins zweite Rennen. Dieses Mal dauerte sein Rennen bis zur 11. Runden, ehe er seine Box ansteuerte. «Der Motor hatte massiv an Leistung verloren und zwang mich dazu das Rennen vorzeitig zu beenden», erklärte der Pechvogel anschließend. «Wir werden jetzt in der Werkstatt genau nachschauen, was da passiert ist.»
Durch diese Nullnummer ist Michi in Sachen Titelgewinn ein gehöriges Stück abgerutscht. Ganze 58 Zähler ist er nun von Martin Bauer, dem aktuell Führenden der Meisterschaft, entfernt. Zwei IDM-Wochenenden mit je zwei Wertungsläufen stehen noch aus.
Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Insgesamt sind noch maximal 100 Punkte zu holen und Michi hat sich fest vorgenommen ein möglichst großes Stück vom Punktekuchen abschneiden zu wollen. Schon in knapp zwei Wochen am Sonntag, 21. August hat er bei seinem zweiten Heimspiel auf dem neuen Red Bull Ring in der Steiermark die Gelegenheit dazu, wo er und sein Team Fritze Tuning Lietz Sport in der Sommerpause für einen Tag zum Testen waren. «Ein paar Kleinigkeiten haben wir bei diesem Test schon ausprobiert», schildert Michi, «aber es ging uns hauptsächlich darum, die Strecke kennen zu lernen. Das sollte in Hinblick auf die zwei bevorstehenden Meisterschaftsläufe ein kleiner Vorteil für uns sein.»
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Du warst letztes Wochenende ein echter Pechvogel. Ich hoffe die Hand schmerzt nicht so sehr!
Am Red Bull Ring wird es sicher wieder besser laufen.
Liebe Grüße aus Schweden