Michi-Ranseder.at
HauptnavigationStartseiteGästebuchBildergalerieBiografieVideogalerieFanartikelRennkalenderGönner

TROTZ SCHWIERIGEM WOCHENENDE IN ASSEN IDM-FÜHRUNG VERTEIDIGT geschrieben am 24. Juli 2012 vom Massimiliano

Die fünfte Veranstaltung zur IDM Superbike-Meisterschaft 2012 in Assen am vergangenen Wochenende war für Michi ein besonders schwieriges. Nach drei Siegen und einem zweiten Platz an den zwei vorhergegangenen Rennwochenenden reisten der BWM-Pilot und sein Team TECHNOGYM RACING Austria powered by Fritze Tuning sehr erwartungsvoll in die Niederlande. Jedoch lief es dieses Mal von Beginn an nicht rund. Dank seiner immensen Erfahrung und Zielstrebigkeit schaffte es Michi mit einem zwölften und einem achten Rang die Meisterschaftsführung zu verteidigen.

Für den traditionsreichen TT Circuit Assen war es eine Comeback-Veranstaltung. Im vergangenen Jahr war nämlich die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft auf der berühmten Grand-Prix-Strecke im Norden Hollands nicht zu Gast, was sich sehr bald als Nachteil für Michi bemerkbar machte. Ohne BMW-spezifische-Erfahrungen war es an den Trainingstagen schwierig ein passendes Setting für den schnell und flüssig zu fahrenden 4,5 Kilometer langen Circuit zu erarbeiten. Michi qualifizierte sich schließlich für den achten Startplatz. Seine schärfsten Konkurrenten in der Meisterschaft, Erwan Nigon und Jörg Teuchert, starteten von Platz sechs bzw. zehn.

“Assen ist aus Sicht der Rennstrecke etwas ganz einmaliges. Obwohl die Streckenführung sehr flüssig ist, ist es nicht einfach ein optimales Setup zu erarbeiten. Außerdem fehlten uns BWM-Piloten Daten und Erfahrungswerte mit der S1000RR dort. Ohne diese reichen zwei Tage nicht, um den Vorsprung der Konkurrenz aufzuholen. Mit dem Startplatz in der zweiten Reihe hatte ich mir noch eine relative gute Ausgangsposition für das Rennen verschafft.”

Das erste Rennen am Sonntagmittag musste nach einem Sturz von Karl Muggeridge in der zweiten Runde neu gestartet werden. In beiden Fällen zeigte sich Michi dieses Mal als exzellenter Starter. Nach dem Neustart wurde seine tolle Aufholjagd leider nicht belohnt. Ab Halbzeit der Renndistanz verlor der Motor seiner BMW S1000RR wegen dem Ausfall eines Zylinders massiv an Leistung. Michi fuhr dennoch konsequent das Rennen zu Ende und sammelte als Zwölfter vier wertvolle Punkte für die Meisterschaft.

“Der Motor lief schon während dem Warm Up am Vormittag nicht ganz einwandfrei. Trotzdem sind wir damit in das Rennen gegangen, was sich im Nachhinein als schwerwiegender Fehler erwies. Nachdem wir in der Pause bis zum Rennen nichts gefunden haben, entschieden wir eben so. Schade um das Rennen, weil ich bis zum Defekt richtig stark unterwegs war. Quasi die Hälfte des Rennens mit nur drei Zylindern über die Runden zu kommen, war zermürbend. Aber ich wollte unbedingt ins Ziel kommen und ein paar Punkte retten. Das ist mir auch gelungen.”

Bis zum Start von Heat zwei konnte die Ursache für den Motorschaden gefunden werden. Sozusagen ein Pfenning-Artikel kostete ein mögliches Top-Ergebnis. Michi ging dann mit der Ersatzmaschine an den Start, das ebenfalls nicht gut abgestimmt war. Trotzdem mischte er nach einem weiteren Blitzstart kräftig in der Spitzengruppe mit. In der Hitze der Gefechts mit seinen Kontrahenten um die Führung, Muggeridge, Matej Smrz, Gisbert van Ginhoven und Troy Herfoss, musste Michi am Ende der Start-/Zielgeraden einmal den Notausgang nehmen und konnte sich erst außerhalb der Top-15 wieder im Feld einreihen. Danach startete der 26-jährige erneut eine tolle Aufholjagd. Schließlich fuhr Michi als Achter ins Ziel, während sein Meisterschaftskontrahent Nigon im letzten Renndrittel wegen eines Sturzes einen Nuller fabrizierte.

“An diesem Wochenende war von Beginn an irgendwie der Wurm drinnen. Mit dem Ersatzmotorrad war es mühsam im zweiten Rennen in der Spitzengruppe mithalten zu können. Das Setup war nicht unbedingt fahrbar, trotzdem habe ich verbissen gekämpft. Dabei ist mir ein Fehler passiert, als ich in Turn One etwas zu optimistisch eingebogen bin und einen weiten Bogen fahren musste. Danach konnte ich mich erst außerhalb der Punkteränge wieder im Feld einreihen. Bis zur Zielflagge war es dann noch ein langes und anstrengendes Rennen. Ich musste alles riskieren, um noch möglichst viele Punkte zu holen und ich wollte unbedingt in den Top-10 ins Ziel kommen. Das ist mir zum Glück auch gelungen und ich konnte damit die Führung in der Meisterschaft verteidigen. So gesehen haben wir nach diesem schwierigen Wochenende noch ordentlich Schadensbegrenzung erreicht.”

In der Punktetabelle ist Michis Vorsprung auf Erwan Nigon auf sechs Zähler geschrumpft. Weitere sieben Punkte dahinter liegt Jörg Teuchert auf Rang drei.

Nächster IDM-Event: 5. August, Schleizer Dreieck

IDM Assen, 22.07.

IDM Assen, 22.07.

Dazu will ich auch was sagen: