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MOTORSCHADEN UND REGLEMENTUNKLARHEITEN KOSTEN MEISTERTITEL geschrieben am 18. September 2012 vom Massimiliano

Schier unglaubliches Pech musste Michi beim Saisonfinale am Hockenheimring ertragen. Wegen eines Motorschadens vor dem Start zum ersten Rennen und anschließenden Unklarheiten in der Auslegung des Reglements verlor der BMW-Pilot den zum Greifen naheliegenden Meistertitel in der hartumkämpften IDM Superbike-Klasse. Eine entfesselte Fahrt zu einem überlegenen Start-/Ziel-Sieg im zweiten Lauf sicherte zum dritten Mal in Folge den Vize-Titel in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft.

Bei guten äußeren Bedingungen startete Michi bestens vorbereitet in das letzte Rennwochenende der Saison, zu dem er mit acht Punkten Vorsprung auf den Franzosen Erwan Nigon angereist war. Das Duo Michi Ranseder und seine BMW S1000RR präsentierten sich an den Trainingstagen in Hochform. Der Antiesenhofener vom Team TECHNOGYM RACING Austria powered by Fritze Tuning dominierte auch beide Qualifikationstrainings. Erst im letzten Augenblick schnappte ihm Damian Cudlin die Poleposition weg. Michis schärfster Konkurrent im Kampf um den Meistertitel, Erwan Nigon, qualifizierte sich für den dritten Startplatz.

“Wir haben die freien Trainings am Freitag bestens genützt und ein optimales Setting ausgetüftelt. In den Qualifyings ist alles nach Plan gelaufen. Schade, dass es dann doch nicht ganz zur Pole gereicht hat. Aber mit dem zweiten Startplatz haben wir uns eine gute Ausgangsposition für die Rennen geschaffen.“

Michi startete mit einem perfekten Warm Up und der zweitschnellsten Rundenzeit in dieser Session optimal in den Renntag. Doch in der Runde zur Startaufstellung kündigte sich das Unheil an, als der Motor seiner BWM nicht einwandfrei funktionierte und stark rauchte. Sofort beschloss seine Crew die Ersatzmaschine startklar zu machen, was jedoch vom Sportkommissar verwehrt wurde. Michi musste tatenlos zuschauen, wie Nigon als Zweiter im Rennen das Punktemaximum holte. Sieger Cudlin durfte als Gaststarter keine Punkte sammeln.

“Was für ein Pech! Am Vormittag während dem Warm Up hat alles einwandfrei funktioniert. Das Setup war perfekt und ich konnte mich voll auf meine Aufgabe konzentrieren. Ich bin sehr zuversichtlich aus der Box gefahren. Aber im Motorsport ist man eben von der Technik abhängig und ein unvorhergesehenes Problem kann jeder auftreten. Es hat unbeschreiblich wehgetan, die Meisterschaftsführung wehrlos aus der Hand geben zu müssen.”

Zum Start des zweiten Rennens am Nachmittag trat Michi mit der Ersatzmaschine und einer gehörigen Wut im Bauch an. Nur ein Sieg war die letzte Chance aus eigener Kraft noch Meister zu werden. Im allerletzten Rennen zeigte er auch seine Qualitäten als Blitzstarter, denn mit dem Erlöschen der Startampel enteilte er der Konkurrenz. Nach der Auftaktrunde betrug der Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Cudlin schon 0,9 Sekunden. Bis zur Zieldurchfahrt baute er diesen mit einer entfesselten Fahrt bis auf 6,1 Sekunden aus. Während Michi ungefährdet an der Spitze fuhr, stellte sich die Frage, auf welcher Position Meisterschaftsrivale Nigon lag. Der BMW-Pilot aus Frankreich arbeitete sich nach verhaltenem Start vom siebten bis auf Rang drei nach vorne, ehe er in der letzten Runde noch von Matej Smrz auf den vierten Platz verdrängt wurde. Dieses Ergebnis reichte Nigon zum Gewinn des Titels. Michis vierter Saisonsieg war nur ein schwacher Trost.

“Dieses Rennen hat gezeigt, dass wir uns auf Top-Niveau befinden! Mein Ersatz-Bike war perfekt vorbereitet. Ich konnte eigentlich locker dem Feld davonfahren und hatte alles unter Kontrolle. Leider haben alle Anstrengungen des Teams in der Pause vor dem zweiten Rennen und auch die von mir selbst während dem zweiten Lauf nichts eingebracht. An dieser Stelle möchte ich gleich an mein Team für eine ansonsten tolle Saison ein ganz großes Dankeschön richten! Im Nachhinein ärgert mich am meisten die Vorgehensweise und Sturheit der Funktionäre, nämlich wie manchmal das Reglement ausgelegt wird.”

Dazu gibt es 3 Reaktionen

    .. trotzdem Glückwunsch, tolle Leistung f?r einen Ösi, aber scheinbar sind Ösi-Erfolge in der IDM nicht gefragt, schon zum 2.mal der Titel durch Regelauslegungen der Idm-Funktionäre versaut, schade.
    Wie wärs mit an Versuch in der SB-WM oder Moto2 oder CRT? Das fahrerische Potential wär sicher da!!!

    Geschrieben vom Haar56 am 22. September 2012 um 12:21 Uhr

    Sory im vor hinein das ich mir auch hier luft ab lassen muss Piffkis haben doch schon seit der 600 klasse einen Hass auf ihn , zu was hat man dann ein ersatz Motorrad frage ich mich !!!!!
    zum anschauen in der Box aber die IDM macht sich eh selber kapput so wie es in Österreich war und ist sprich OSK .
    Aber bist für mich doch der Sieger 2012
    kehre den Herren da drausen den Rücken .
    Lg Sepp

    Geschrieben vom Sepp am 24. September 2012 um 09:49 Uhr

    Ich sag nur eins: Du bist der IDM- Superbike Meister!!!! Für mich ist das klar!!!
    Also nur weiter so zeigs ihnen!!!!

    Geschrieben vom Wolfgang am 4. Oktober 2012 um 09:54 Uhr
Dazu will ich auch was sagen: